Abrechnung mit dem politischen Gegner: Fischessen der Roxeler SPD

Presse


Fischessen 2009: Wolfgang Heuer, Karl-Heinz Garbe, Dr. Fritz Baur, Philipp Hagemann, Christoph Strässer. Foto: WN.

Aschermittwoch ist der Zeitpunkt, mit dem politischen Gegnern - mal humorvoll, mal provokant - abzurechnen. Und das tat am Mittwochabend auch die Roxeler SPD während ihres jährlichen Fischessens zum Ausklang der fünften Jahreszeit vor Vertretern der örtlichen Vereine und anderen Gästen im Gasthaus Hagedorn.

Natürlich blickte man auch auf die eigenen Aktivitäten zurück, benannte Projekte, für die man sich erfolgreich im Stadtteil eingesetzt hatte.

Unterhaltsames aus der Hauptstadt

Der Oberbürgermeisterkandidat der Sozialdemokraten, Wolfgang Heuer, hatte Bundestags-Mitglied Christoph Strässer zwar angehalten, die Redezeit von zehn Minuten nicht zu sprengen, doch der schilderte länger als zunächst angekündigt unterhaltsam aber auch ernst seine Sicht aus der Bundeshauptstadt. Unter anderem plädierte er für die Zusammenlegung der Bundestags- und Kommunalwahlen. Fast kleinlaut outete er sich als ehemaliges Mitglied der FDP.

Zuvor hatte SPD-Bezirksvertreter Philipp Hagemann die wichtigsten Themen des vergangenen Jahres angesprochen. Dabei standen vor allem die politischen Entscheidungen im Sportbereich im Vordergrund - hier speziell der Bau der neuen Dreifachhalle. Hagemann: "Ein Projekt, dass wir immer gefordert haben und bei dem sich die CDU immer nur hinter ihren Versprechungen versteckt hat."

Auch die bald anstehende Umwandlung des alten Tennenplatzes in einen Kunstrasenplatz wertete Hagemann als einen Erfolg für den BSV Roxel.

Dr. Baur stellte sich und seine Ziele vor

Dass er im Stadtteil noch relativ unbekannt ist, das möchte Dr. Fritz Baur schleunigst ändern. Der designierte Ratsherr der Sozialdemokraten für den Ortsteil Roxel sicherte zu, sich bereits intensiv mit den brennenden Themen im Ort zu beschäftigen. Entschieden wandte er sich gegen den Ausbau der Lkw-Parkplätze an der A 1 und sammelte sofort Pluspunkte: "Durch den Bau der A 1 sowie den Ausbau hat Roxel sind Sonderopfer bereits gebracht."

Grund zum Feiern hatte am Mittwoch Karl-Heinz Garbe: Er gehört der SPD seit 40 Jahren an. Für seine Treue überreichten ihm Heuer und Strässer eine Urkunde.

Von Kay Böckling, MZ, 27.02.2009
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Auf politischer Erfahrungssuche

Münster-Roxel - Aktuelle Themen aus der Orts- und Bundespolitik standen im Mittelpunkt: Beim traditionellen Fischessen des SPD-Ortsvereins pflegten die Mandatsträger den Austausch mit Bürgern und Vereinsvertretern. Dr. Fritz Baur, der die Nachfolge von Wolfgang Heuer als Roxeler Ratsherr antreten will, stellte sich erstmalig öffentlich vor.

„Roxel hat sein Sonderopfer mit dem Bau der Autobahn bereits erbracht“, so Baur mit Blick auf das umstrittene Vorhaben an der Rast- und Tankanlage, „da müssen nicht noch Lkw-Parkplätze folgen!“ Der Jurist und Kämmerer beim Landschaftsverband möchte als künftiger Ratsherr nach eigenem Bekunden seine beruflichen Erfahrungen um politische ergänzen.

Weitere Roxeler Themen skizzierte Bezirksvertreter Philipp Hagemann. Seine Partei unterstütze „schon seit Jahren den Bau der dringend erforderlichen Dreifachhalle“. Für den damit wegfallenden Festplatz der Pantaleon-Schützen müsse in Kooperation mit der Stadt zeitnah ein neuer Standort gefunden werden. Als positiv wertete Hagemann die gestiegenen Anmeldezahlen der Haupt- und Realschule und die geplante Erschließung eines weiteren Baugebietes im Norden. Die Pläne seien bereits bei der Stadt einsehbar.

Das Wort ergriffen beim politischen Aschermittwoch der Roxeler SPD auch Oberbürgermeisterkandidat Wolfgang Heuer und der Bundestagsabgeordnete Christoph Strässer. Für 40-jährige Treue zu den Sozialdemokraten wurde der ehemalige Ratsherr Karl-Heinz Garbe geehrt, der bis heute dem Ortsvereinsvorstand angehört.

Von Thomas Usselmann, WN, 27.02.2009

 
 

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